November 16

Menschen-Seelen-Leben – Blog zum Thema vererbtes Kriegstrauma

Wer meine einleitenden Worte zu meiner Seite Links gelesen hat, der wird sich jetzt vor Lachen auf die Schenkel klopfen und sagen: „Da hält sie sich ja lange dran!“ Der Initiator der Seite Menschen-Seelen-Leben ist nämlich Jens-Micheal Wüstel und der ist – der Name lässt es schon vermuten – mein Ehemann. Aber das ist nicht der Grund, weshalb ich diesen Blog hier vorstelle und allen Interessierten ans Herz legen möchte. Die einzige Verbindung, die ich da herstellen kann: Wenn Jens-Michael nicht mein Mann wäre, wäre ich vermutlich lange nicht auf das Thema „vererbtes Kriegstrauma“ und die Situation der Enkelgeneration aufmerksam geworden. Und das, obwohl ich selbst mittendrin stecke.

Auf dieser Seite beschäftigt  sich mein Mann mit unterschiedlichen Themen, die sich aber alle um das Kernproblem der Kriegsenkel und des vererbten Traumas drehen: Trauma-Ursachen und -Folgen, den Umgang mit Wissen und Unwissen, Schuld, Vergebung, Loslassen, Meditation, Glauben, Politik, Engagement … Viele dieser Themen, Fragen und Probleme sind nicht allein für die Situation der Kriegsenkel in unserem Land wichtig. Sondern sie können in ihrem Verständnis auch helfen, Traumatisierte anderer Nationen, ob in Vergagngenheit oder Gegenwart, zu verstehen und diesen Menschen zu helfen. Denn die zahlreichen Krisengebiete erzeugen täglich neue Scharen von Traumatisierten, deren Kinder und Enkel irgendwann vor ähnlichen Problemen stehen werden. Wenn man ihre Situation nicht beachtet und rechtzeitig Hilfen anbietet.

Nun könnt ihr euch natürlich fragen, warum wir das nicht einfach am Esstisch oder Abends auf dem Sofa besprechen. Ja, das tun wir. Sehr oft. Immer wieder drehen sich unsere Gespräche um die aktuelle Politik. Um Trauer und Ohnmacht. Wut und Hilflosigkeit. Um Möglichkeiten, Notwendigkeiten und Chancen. Trotzdem lese ich diesen Blog regelmäßig und gern. Ohne zu lektorieren, denn das kann mein Mann selbst. Warum? Viele der Beiträge auf dieser Webseite sind die Essenz und Weiterentwicklung unserer Gespräche. Und Vieles lässt sich schriftlich leichter und klarer ausdrücken. Da, wo die Emotionen so stark werden, dass es einem die Sprache verschlägt, kann die Distanz von Fingern, Tastatur und Bildschirm helfen, die Worte doch noch zu finden.

Deshalb lese ich den Blog und kann ihn nur empfehlen.

Hier noch einmal der Link:  http://menschen-seelen-leben.de